KULTUR SCHLÄGT KRISE – WARUM DER RICHTIGE FIT JETZT ZUR HARTEN WÄHRUNG WIRD

Oktober 2025

Die Schweiz galt lange als Fels in der Brandung – politisch stabil, wirtschaftlich solide, international geachtet. Doch 2025 gerät das Bild ins Wanken: Handelskonflikte belasten die exportorientierte Wirtschaft, Lieferketten stocken, Wachstum wird gebremst. Zudem verschärft sich der Fachkräftemangel und digitale Disruptionen stellen ganze Geschäftsmodelle infrage. In diesem Sturm zeigt sich, wer den Kurs hält. Entscheidend ist dabei nicht die Stärke von Strategie oder Produkten, sondern ob die Crew kulturell zusammenpasst – und ob sie bereit ist, das Steuer gemeinsam an den neuen Realitäten auszurichten.

«Unternehmenskultur ist kein Luxus – sie ist die härteste Währung in der Krise.»

Führung in der Bewährungsprobe

Krisenzeiten sind der Stresstest für Führungspersönlichkeiten und in unruhigen Zeiten gilt: Entscheidungsträger müssen Klarheit schaffen, Orientierung stiften und Vorbild sein. In Phasen des Wandels sind Offenheit und Anpassungsbereitschaft essenziell – und damit kulturelle Eigenschaften, die nicht durch Strategiepapiere entstehen, sondern durch konkretes Verhalten im Alltag. Für Führungskräfte heisst das: Wer Lernbereitschaft fordert, muss selbst bereit sein, Gewohntes aufzugeben. Und wer Konflikte produktiv nutzen möchte, darf Herausforderungen nicht verdrängen – sei es beim Rückzug aus unprofitablen Märkten oder beim Umbau ganzer Strukturen.

Positiv formuliert: Wer Sinn stiftet und Energie vermittelt, kann der Abwärtsspirale aus Passivität und Resignation entgegentreten. So werden aus Risiken neue Chancen – wenn Potenziale entschlossen genutzt werden, bei Mitarbeitenden und im ganzen Unternehmen.

«In der Krise zählt nicht nur, was Führungskräfte sagen – sondern was sie vorleben.»

Warum Kultur im Sturm den Unterschied macht

Unternehmenskultur ist kein Beiwerk für Hochglanzbroschüren, sondern der unsichtbare Rahmen, in dem Entscheidungen fallen und Chancen ergriffen werden. In unruhigen Zeiten wirkt sie wie ein Kompass: Unternehmen mit gelebten Werten reagieren schneller, handeln konsistenter und halten auch unter Druck Kurs.

Fehlt dieser Kitt, zerfallen Organisationen leicht in Abteilungen, die nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Informationsflüsse stocken, Konflikte schwelen, Innovation wird gebremst – ein gefährlicher Nachteil in Märkten, die sich über Nacht verändern.

«Eine starke Unternehmenskultur hält zusammen, wenn Märkte auseinanderfallen.»

Fit allein genügt nicht – Anpassungsfähigkeit entscheidet

Was gegen den drohenden Zerfall von Organisationen hilft? Ein hoher Cultural Fit. Der Vorteil einer optimalen kulturellen Passung: Menschen stehen mit den Unternehmenswerten im Einklang – die Zusammenarbeit wird gestärkt, Prozesse werden beschleunigt und Vertrauen entsteht. Doch in einer Welt abrupter Veränderungen reicht «Fit» allein nicht aus.

Notwendig ist kulturelle Anpassungsfähigkeit – die Fähigkeit also, Werte zu bewahren und gleichzeitig Arbeitsweisen und Denkstrukturen an neue Herausforderungen anzupassen. Eine starre Kultur wird sonst schnell zur Fessel.

Das zeigt sich etwa in Schweizer Exportindustrien: Jahrzehntelang galt Perfektion als oberstes Prinzip. Heute, mit Handelsbarrieren und asiatischer Konkurrenz, zählt Schnelligkeit dagegen oft mehr als Makellosigkeit. Wer diesen Wandel kulturell nicht verkraftet, verliert an Boden – selbst mit objektiv besseren Produkten.

«Cultural Fit ist das Fundament – Anpassungsfähigkeit die Überlebenskunst.»

Die besondere Lage der Schweiz

Für Schweizer Unternehmen ist der Cultural Fit doppelt wichtig: Die exportorientierte Wirtschaft spürt Zollerhöhungen sofort, während der enge Arbeitsmarkt den Zugang zu neuen Kompetenzen erschwert. Wer Mitarbeitende hat, die sich mit Zielen und Arbeitsweise identifizieren, reagiert schneller, bleibt innovationsfähig und verliert weniger Talente an die Konkurrenz.

Wie der Cultural Fit gestärkt wird

Entscheidend sind daher Führungskräfte, die nicht nur die nötigen Fähigkeiten, sondern auch die passende Haltung mitbringen. Auswahlprozesse müssen daher über Lebensläufe hinausgehen und Werte, Motivation und Veränderungsbereitschaft berücksichtigen. Ebenso wichtig ist ein Onboarding, das die Unternehmenskultur erlebbar macht: Wie Entscheidungen fallen, Zusammenarbeit funktioniert und was das Unternehmen in guten wie in schlechten Zeiten prägt.

Dieser Prozess endet nicht nach den ersten Wochen. Regelmässige Feedbackschleifen helfen, Spannungen früh zu erkennen – besonders, wenn externe Faktoren wie Marktumbrüche oder geopolitische Ereignisse zusätzlichen Druck erzeugen.

«Eine Kultur, welche die ständige Veränderung als Konstante in sich verankert, fördert die Anpassungsfähigkeit.»

Kultur als Zukunftsversicherung

Gerade in schwierigen Zeiten ist Cultural Fit kein weicher Faktor, sondern ein harter Wettbewerbsparameter. Wer heute Menschen beschäftigt, die Werte teilen, Verantwortung übernehmen und Wandel gestalten, wird auch dann Kurs halten, wenn die See rauer wird.

Genau hier setzt unsere Arbeit an: Als grösste inhabergeführte Executive Search Boutique der Schweiz unterstützen wir Unternehmen dabei, Führungsteams kulturell zu stärken – auch mit Kompetenzen für Krisenmanagement in wirtschaftlich und politisch unsicheren Zeiten.

Wie das konkret aussieht, zeigen zwei aktuelle Mandate:

  • Platzierung einer Chief Executive Officer in einer internationalen Industriefirma, um in einem harten Wettbewerbsumfeld eine Wachstumsstrategie konsequent umzusetzen.
  • Besetzung eines Präsidenten des Verwaltungsrats bei einem technologieorientierten Dienstleister, welcher verpflichtet wurde, die in der Krise befindliche Traditionsunternehmung komplett neu auszurichten.

«Hiring for Cultural Fit» ist unser Kernthema. Damit setzt sich Witena für den Erfolg der von uns betreuten Kundenunternehmen ein.